Tagebuch | diary

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unsere holländischen Freunde
Mi: 14.07.04 So: 18.07.04 Do: 22.07.04

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Mo: 12.07.04

First Contact! Wir fuhren am Sonntagabend 22:54 Uhr von Chemnitz mit einer Segelgruppe nach Stavoren. Von da an fuhren wir über "Lemmer" (ürsprüngliches Ziel) nach "Kuinre". Es waren immerhin 52 km am ersten Tag, obwohl wir erst 11:30 Uhr von Stavoren abfuhren.Als wir endlich einen Camping-Platz gefunden hatten, began der abenteuerliche Zeltaufbau. Zuerst wussten wir nicht recht, wie das Zelt aufgebaut wird. doch nach einiger Zeit und mit mehr Erfahrung haben wir es doch im Regen geschafft. Wir bereiteten dann das Abendessen vor. Hoffentlich schmeckt es gut! Danach hoffen wir auf eine angenehme erste Nacht im Ferienlager 2004.

Di: 13.07.04

Heute begann die Route in "Kuinre" und führte uns nach 8 Stunden zum Campingplatz in "Hattem". Wir quälten uns um 8 Uhr verschlafen aus unseren Schlafsäcken. Zum Frühstück gab es Marmelade, Nutella und herzhafte Sachen. Als wir unsere Gepäckstücke auf das Fahrrad gepackt hatten konnte es endlich losgehen. Zuerst fuhren wir auf einer nicht endenden Gerade die, wie sich später herausstellte, ca. 6 km lang war. Wir durchfuhren viele Ortschaften, deren Ortskerne meist aus alten Häusern und engen Gassen bestanden. "Zwolle" erreichten wir ca. 15 Uhr. Dann suchten wir den Campingplatz auf. Zum Abendbrot gab es Milchreis mit Apfelmus. Als schönstes Erlebnis des Tages kürten wir die (Klapp)brücke in "Blokzijl".

Mi: 14.07.04

Von dem Geschrei der kleinen Kinder geweckt, standen wir um 7:45 Uhr auf und gingen uns waschen. Nach dem Frühstück packten wir, wie schon am Vortag, unsere Sachen und verließen um ca. 10:30 Uhr den Zeltplatz in Richtung "Elburg". Da wir sehr viel Gegenwind hatten, kamen wir sehr langsam voran. Nach dem Mittagessen in Elburg fuhren wir weiter in Richtung "Nunspeet". Unterwegs kauften wir das Nötigste ein. In Nunspeet setzte leichter Nieselregen ein, der sich immer mehr verdichtete. Als es dann zu stark regnete fanden wir in einem Bauernhof Unterschlupf. Als es nach einer halben Stunde immer noch nicht aufgehört hatte zu regnen, fuhren wir weiter und wurden so richtig eingeweicht. Am 3. Zeltplatz hatten wir endlich Glück: wir fanden einen Bungalow, wo wir unsere nassen Sachen trocknen konnten. Zum Abendbrot gab es Tomatensuppe mit Reis. Das schönste Erlebnis war, als wir am Bungalow [in Ermelo] angekommen sind.

Do: 15.07.04

Wir standen gegen 8 Uhr auf. Nachdem wir Frühstück gegessen hatten, das Gepäck auf die Fahrräder gepackt hatten fuhren wir los. Wir fuhren als erstes in Richtung "Nijkerk", wo wir die erste Pause machten. Nach der Pause fuhren wir weiter nach "Baarn". In Baarn aßen wir Mittag und füllten unseren Lebensmittelvorrat auf. Wr fuhren weiter in Richtung "Hilversum", wo wir eigentlich Zelten wollten. Da wir den Zeltplatz aber nicht fanden, fragten wir einen ca. 50jährigen Mann um Hilfe. Er wußte es auch nicht, aber bot uns an, bei Bekannten in seinem Dorf zu zelten. Er behauptete, sein Dorf sei eines der 8-schönsten Dörfer in den Niederlanden. Er sagte zu uns, er brauche ein bisschen, um das alle zu organisieren. Also setzten wir uns erst einmal in eine kleine Bar und aßen eine Kleinigkeit. Dort unterhielten wir uns auf englisch mit einem Rumänen, einem Freund von dem älteren Herrn. Nach ca. 1,5 Stunden konnten wir unser heutiges Lager, eine Wiese neben einem Herrenhaus, aufbauen. Gegen ca. 21 Uhr war unser Essen endlich fertig. Nach dem Essen setzten wir uns zusammen und plauderten noch eine ganze Weile, bis es dunkel wurde. Da die Teelichter sehr oft ausgingen, gingen wir bald ins Bett.

Fr: 16.07.04

Wir standen 8:30 Uhr auf. Da wir kein Wasser hatten, konnten wir keinen Cappuccino machen. Wir kamen an diesem Tag schon um 10:00 Uhr los. Mit ca. 30 km ist es die kürzeste Etappe bei dieser Tour durch die Niederlande. Unterwegs gingen wir in "Weesp" einkaufen. Gegen ca.12:30 Uhr kamen wir am "Gaasperplas" [östlich von Amsterdam] an, und wir bauten unsere Zelte bei Nieselwetter auf. Danach regnete es 2 Stunden in Strömen. In dieser Zeit spielten wir 'Schnautzer'. Danach kaufte uns der Gruppenleiter eine Metrokarte (6,30 €) und wir fuhren dann zum ersten Mal in das Zentrum von Amsterdam. Als wir an der 'Central Line' ausstiegen unternahmen wir eine Bootsfahrt und erkundeten die Innenstadt. Dann kauften wir das nötigste ein. Gegen halb acht kamen wir am Zeltplatz wieder an. Zum Abendbrot gab es Buchstabensuppe mit Würstchen.

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Sa: 17.07.04

Unser erster Tag an dem wir nicht mit dem Fahrrad unterwegs sind. Wir standen schon 7:30 Uhr auf, und gingen duschen. Nach dem Frühstück fuhren wir mit der Metro wie am Vortag in die Innenstadt von Amsterdam. Nach dem wir die Straßenbahn verpaßt hatten, liefen wir zum 'Anne Frank Haus', dem ersten Programmpunkt des Tages. Die Ausstellung war sehr interessant und informativ. Danach hatten wir 3 Stunden Zeit um durch die Stadt zu bummeln. Gegen 17:00 Uhr kamen wir wieder am Campingplatz an. [Den einsetzenden Starkregen nutzten wir für ein lustiges Schlamm-Fussball-Mat(s)ch.] Wir bereiteten dann alle das Abendbrot vor. Danach setzten wir uns hin und ließen den Tag ausklingen.

So: 18.07.04

Es sollte (wahrscheinlich) der schlechteste Tag der Tour werden. Alles begann ganz normal. Wir standen wie jeden Tag 8:00 Uhr auf. Wir frühstückten und packten unsere Sachen. Jetzt hatten wir das erste Problem: Wir hatten zwei Fahrräder mit einem Schloss zusammengeschlossen, fanden aber den Schlüssel nicht mehr. Gegen 12:00 Uhr hatten wir endlich das Schloss mit einer Metallsäge aufgebracht. Nun hatte aber die Rezeption geschlossen. Nach einer weiteren 3/4-Stunde konnten wir den Zeltplatz verlassen. Wir fuhren mit dem Fahrrad bis ins Zentrum von Amsterdam. Dann nach dem Hauptbahnhof mit der Fähre, und auch wieder aus der Stadt heraus. Dabei mussten wir den ersten Reifen wechseln. Am Stadtrand fing es an zu nieseln, das sich bald als Regen herausstellte. Mitten im strömenden Regen hatten wir unseren 2. Reifenschaden. Es war bereits 18:00 Uhr, als der Reifen platzte. Wir teilten die Gruppen: der eine Teil fuhr zum nächsten Zeltplatz, der Andere setzte sich unter eine Brücke und baute den Reifen. Gegen 19:00 Uhr war der Teil vom Zeltplatz wieder zurück, sodaß wir geschlossen zum Zeltplatz fuhren. Aber nach zwei weiteren Kilometern platzte der gleiche Reifen erneut. Die letzten 6 km wurde das Fahrrad nebenher geschoben, jeweils einer rannte neben der Gruppe her. Wir kamen nach ca. 40 min endlich an. Unser Ziel, der Zeltplatz "Bakkum". Wir bauten unsere Zelte auf, wobei der Gummi in einer Zeltstange riss. Dies war unser letztes Missgeschick an diesem Tag.

Mo: 19.07.04

Wir hatten beschlossen, heute einen Ruhetag einzulegen. Wir standen deswegen erst gegen 8:30 Uhr auf. Wir gingen duschen und frühstückten danach. Außerdem besorgten wir Ersatzteile (Mantel). Danach wuschen wir unsere Sachen, und räumten die Zelte auf. Danach gingen wir bis 17:00 Uhr an dem Strand. Später machten wir noch einige Besorgungen in dem nächsten Ort. Danach aßen wir Abendbrot und ließen den Tag schön zu Ende gehen.

Di: 20.07.04

Wir standen bereits 7:30 Uhr auf, weil wir etwas eher loskommen wollten. Nachdem wir geduscht hatten, frühstückten wir im Sonnenaufgang. Als wir um 10:00 Uhr losradelten, schien die Sonne. Anfangs verfuhren wir uns ein bisschen, nach einer halben Stunde wurde es besser. Wir fuhren später hinter einem Deich in Richtung "Den Helder". Unterwegs kauften wir einen 1-Weg-Grill, weil wir abends grillen wollten. Wir kamen gegen ca. 19:30 Uhr am Zeltplatz in "Julianedorp" an. Wir bauten unsere Zelte auf, und warfen den Grill an. Nachdem wir gegessen hatten, gingen wir an den Strand und beobachteten den Sonnenuntergang.

Mi: 21.07.04

Wir standen gegen 7:30 Uhr auf und gingen duschen. Nach dem Frühstück brachen wir in Richtung "Den Helder" auf. Nach 12 km kamen wir an die Fähre in Richtung "Texel" auf. Nach der Fährüberfahrt ging es weiter in Richtung "DeBurg". Dort machten wir Mittagspause. Auf dem Weg zur Fähre nach Den Helder fing es an zu regnen. Nach der Fährüberfahrt suchten wir einen Campingplatz der in Richtung Enkhuizen liegt. Dieser hieß "Wieringerwerf". Wir erreichten ihn 18:30 Uhr. Wir beschloßen heute nicht selber zu kochen, sondern Essen zu gehen. Wir waren gegen 21:00 Uhr wieder da.

Do: 22.07.04

Da wir an diesem Tag mehr Zeit hatten, standen wir erst 8:30 Uhr auf. Nach dem Frühstück fuhren wir in Richtung §Enkhuizen§ los. Nach ca. 30 km kamen wir in E. an. Weil wir noch etwas Zeit hatten, bevor die Fähre fuhr, gingen wir noch etwas in einen Park und aßen zu Mittag. Um 16:30 Uhr konnten wir endlich auf die Fähre, mit der wir dann ca. 1,5-Stunden fuhren. Als wir in Stavoren von Bord gingen, war es bereits 18:15 Uhr. Wir suchten einen Zeltplatz, den wir nach einer halben Stunden auch endlich fanden. Wir bauten unsere Zelte auf und machten die Ravioli warm, die wir vorher noch gekauft hatten. Nach dem Abendbrot spielten wir noch eine Runde Volleyball, bevor wir alle zu Bett gingen.

Fr: 23.07.04

Wir standen erst kurz vor um Neun auf, weil wir an diesem Tag nicht mit dem Fahrrad fuhren. Vor dem Frühstück mußte einer erstmal los, Milch kaufen. Die hatten wir am Vortag vergessen. Nach dem Frühstück gingen wir an den Strand. Danach hieß es: Zelte sauber machen und Sachen packen !!! Als wir endlich fertig waren, war es schon 13:00 Uhr. Wir fuhren zu dem Platz, an dem wir in den Bus steigen und nach Hause fahren werden, und aßen dort Mittag. Nach dem Mittagessen trafen wir auf die Segler, mit denen wir zurückfahren werden. Gegen 16:15 fuhren wir endlich los. Wann die Fahrt endet, weiß noch niemand, weil es zu diesem Zeitpunkt noch nicht feststand.

Hier endet dieses Tagebuch, weil auch unsere Reise hier zu Ende ist. Ich hoffe, es hat dem Leser, der das gerade liest, wenigstens ein bisschen gefallen.

(c)2004 - erlebt, erdacht und verfaßt von den Teilnehmern der Tour (Jan, Tobias & Tom)

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Zuletzt geändert: 01.09.2004 ein counter :)